Herzlich willkommen bei uns in Furth

Furth ist ein Außenort der Marktgemeinde Schwanstetten im Landkreis Roth.
Unser Ort hat 28 Häuser, in denen 70 Menschen leben

Seit 2009 gibt es in Furth keine Milchbetriebe mehr,
Feld- und Waldwirtschaft werden jedoch weiter geführt.
Dadurch wird die Köhlerei als Nebenerwerb durch die Nutzung des eigenen Holzes weiterhin Bestand haben.

Durch die angelegten Wanderwege sowie den seit Ende 2008 wieder belebten Jakobsweg kommen sehr viele Wanderer und Radfahrer durch unser Dorf.

Wenn Sie uns besuchen, können Sie an den Informationstafeln die Herstellung der Holzkohle erfahren.

In unserem neu eingerichteten Köhler-Häusla finden Sie Wissenswertes und Kurioses über das Leben in Furth, sowie über die Köhlerei.

Aufmerksame Spaziergänger werden auch die unterschiedlichsten Bäume und Sträucher kennenlernen, die durch Namenstafeln gekennzeichnet sind.







Chronik von Furth

Um 1200 Einwanderung von Köhlern in das Gebiet östlich von Schwand

1372    erste Erwähnung in der Stiftungsurkunde einer ewigen Pfarrei für die drei Dörfer (Leerstetten, Großschwarzenlohe, Furth) durch Bischof Raban von Eichstädt, am 4. April 1372 

1420    als Weiler Furth zur niederen Gerichtsbarkeit von Schwand gehörig 

Dornröschenschlaf

1800    Aufbau des Ortes Furth als typisches Straßendorf

Haupterwerb durch Köhlerei und Landwirtschaft 

1948    Furth bekommt Elektrizität 

1950    nach dem zweiten Weltkrieg erwerben Nürnberger Bürger Wochenendgrundstücke 

1973    Anschluss an die Fernwasserleitung nach Fürth, die durch den Ort gebaut wird 

1976 neue Straße von Furth zur Hauptstraße Schwand-Leerstetten 

1979    Gebietsreform, Zusammenlegung der Ortsteile zur Marktgemeinde Schwanstetten

nach 1990 Einschränkung der Köhlerei durch behördliche Anordnung, erwirkt durch Beschwerden von einigen neu nach Furth gezogenen Bürgern

1993/94 Bau und Anschluss an das Kanalsystem von Schwanstetten 

1996/97 neue Straßenbeleuchtung 

2008    Eröffnung des Jakobsweges von Nürnberg über Furth nach Eichstätt






























Der Jakobsweg

Jakobswege Richtung Spanien nach Santiago de Compostela gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Die Pilger zogen über die bekannten und größtenteils auch sicheren Wege. Aber so wie auch heute viele gut Betuchte keine Zeit mehr haben, war es auch schon im Mittelalter.

Die Reichen nutzten Abkürzungen, und gingen dabei auch das Risiko ein, mit Buschräubern und Strauchdieben konfrontiert zu werden.

So galt auch der Jakobsweg von Nürnberg über Furth und Harrlach nach Eichstätt als eine gute Abkürzung. Dass dieser Weg gerne von reichen Pilgern genutzt wurde, sprach sich sehr schnell beim Stadtgesindel herum.

So kamen auch die drei Nürnberger, die rote Gys, der schwarze Egkbert und die einäugige Baderin, die sich ihren Lebensunterhalt in der Stadt mit Karten legen und kleineren Diebstählen besorgt hatten, auf die Idee, die Reichen auszunehmen.

Sie waren täglich auf dem Weg vom Steinbrüchlein bis Harrlach unterwegs. Eines Tages kam ein polnischer Edelmann auf seiner Pilgerreise durch Furth. Er war für die Reise finanziell gut ausgestattet. Die rote Gys bot ihm an die Karten zu legen, um die Zukunft und die Weiterreise voraus zu sagen.

Die einäugige Baderin machte sich mit Kräuterauflagen und anderen Heilmitteln daran, den Reisenden zu stärken. Währen die beiden Frauen mit dem Pilger beschäftigt waren, machte sich der schwarze Egkbert mit dem Pferd und dem Gepäck des Pilgers aus dem Staub.

Ausgenommen und  seiner Habseligkeiten beraubt, zog er weiter gegen Süden, da es ihm nicht möglich war die drei, die sich in den dichten Wäldern gut verstecken konnten,  zu finden. Nach vielen Monaten kehrte er von seiner Pilgerreise in seine Heimat zurück. Dabei traf er die drei wieder in Furth, kurz vor dem Hennabach. Von seinen Sünden geläutert und im Glauben gestärkt sprach er sie an. `Ab heute sollt ihr keine ehrlichen Pilger mehr berauben. Ihr sollt aber hier an Ort und Stelle stehen bleiben, auf ewig`.

Sie verwandelten sich in Eichen, die noch heute, nach vielen hundert Jahren an Ort und Stelle stehen. Vom Bushäuschen aus betrachtet steht links die rote Gys, in der Mitte der schwarze Egkbert, und rechts die einäugige Baderin. Wer genau hin schaut, kann ihr Auge noch in Höhe der Astgabelung erkennen.